DD Südhöhe

Ich habe selten einen so retrofuturistischen Ort gesehen wie diesen an der Buslinie 66 zwischen Südhöhe und Altkaitz. Man steht quasie auf dem Acker zwischen einer Plattenbauzeile nebst hinterwärtigen Bergen mit wenig bis keinem Bewuchs und dem im Tal liegenden Zentrum von Dresden, welches sich schön längs entlang der Elbe erstreckt und wiederrum nach Osten und Westen in Plattenbaudurchsetze Bebauung übergeht. Irgendwie schön!

°^°

Natürlich war das das Bett!

Sonst hätt‘ ich doch gar nicht abgenommen!

Ist es angebracht, dass ein jeder, wo er auch geht oder steht, mit einem jeden beliebigen Menschen an jedem beliebigen Ort kommuniziert, während mehr Subjekte als unbedingt nötig am Gespräch durch Zuhören beteiligt sind und das Gespräch eine Situation unterbricht, an der mehrere partizipiert sind? Ich finde nicht, betrachten wir es allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich durch fremde unterbrechende Gespräche heute kaum einer mehr belästigt oder gestört fühlt, muss es mir wohl recht sein, oder? Ich finde nicht.

Es ist und bleibt eine grobe Unhöflichkeit gegenüber jedem Beteiligten, dass niemand die ungeteilte Aufmerksamkeit zugesprochen bekommt. Immerhin wird durch die Bereitschaft immer erreichbar zu sein zugleich signaisiert, immer bereit zu sein, laufendes zu unterbrechen und somit nicht allen Beschäftigungen des Tages den Stellenwert einzuräumen, wichtig zu sein.

Manche Zeitgenossen sollten in diesen flatterhaften Tagen das Bewusstsein erlangen, ihr Leben dahingehend zu verändern, dass sie bewusster Leben. Nur zu ihrem eigenen Besten.

°^°

Wir begraben die Lebenden tot.

Im neuen Jahr stehen wieder viele Entscheidungen an, dieses Jahr wird unter einem bestimmten Zeichen stehen oder dieses Jahr wird etwas nicht begangen, was in vergangnen Tagen zum Laster wurde. So wird gedacht. So wird Kategorisiert.

Ein Gutteil der Menschen nimmt sich zwei Zeitperioden, auf die sie achten: Der Tag und das Jahr. Wenn es einen „mainstream“ im Besitz einer eingeschränkten Perspektive auf die Zeit gibt, dann wäre es dieser Tag-Jahr-Fokus. Der Tag, als solcher auf die Sonne angewiesen, diskriminiert die Nacht. Die Zeit der Sonne ist der Tag, die Zeit der Sterne die Nacht und die Gesammtzeit einer Periode aus beiden schluckt zugunsten des Tages die Nacht, indem der Tag einfach der dominante Oberbegriff wird. Daraus ist eine mehrheitliche liebe Lebender Menschen zum Licht ersichtlich, berechtigt durch unsere eingestandene Abhängigkeit. Und, was hast Du morgen vor? Das auf den Tag bezogene „morgen“ versinnbildlicht den Beginn etwas neuem und indoktriniert den Morgen als Periode des Neubeginns – der nüchtern deffiniert eigentlich Nachts vollzogen wird, dann wenn es keiner merkt und es keine Schwierigkeiten mit sich bringt. Manchmal lebt man in den Tag, manchmal will man aber an einem bestimmten Datum eine vollends abgeschlossene Handlung vollziehen, statistisch belegt mehrheitlich während die Sonne scheint.

Das Jahr, ein Umlauf der Erde um die Sonne, besteht zwar aus 12 Monaten, die werden jedoch nur von gemeinhin als obskur bezeichneten Zeitgenossen oder Mystikern beachtet. Das Jahr ist wie der Tag von der Sonne abhängig, der Mond, als Objekt der Nacht und Gegensinnbild, wird verdrängt. Wer denkt schon in Monaten? Man fasst Pläne übers Jahr, anders würde man als engstirnig und beschränkt bezeichnet, da man doch den Überblick verliere.

Der Tag als Aktionsraum stört nicht, da er es ermöglicht Thermine zu fassen. Die Periode ist auch nicht lang genug um in unsere langfristigen Planungen verwoben Probleme zu verursachen. Das Jahr hingegen schafft immaginäre Scheingrenzen, die Jahreswechsel. An diesen vergeuden die meisten Menschen zu viele Gedanken, wiegen ihn, wenn auch nur unterbewusst, zu gewichtig. Er wird mentale Grenze und lässt uns nicht los.

In gewisser Weise schränkt der Jahreswechsel unsere Übersicht über das große Ganze ein, woraus auch immer es besteht. Er legt den „großen Trott“ fest, eine sich immer wiederholende Periode, in der zwar jedesmal die Chance besteht etwas zu ändern, wenn der Vorsatz zum Jahreswechsel gefasst wird, aber wer ändert schon was auf dauer? Meistens bedeutet das Jahr an sich, dass Dinge aus vergangenen Jahren wiederholt werden. So fängt sich der Mensch in einem Konstrukt der Zeit.

Dahingehend ist der Monat zum Beispiel in der Arbeitswelt nicht unerheblich, aber lange nicht so gefährlich, denn was man schon vor so langer Zeit wie einem Jahr getan hat, kann man doch ruhig wiederholen. Stillstand.

Das uferlose unbegreifliche Vortschreiten der Zeit wird durch die Zeiteinteilung fassbar, aber auch noch weniger greifbar.

°^°

Dresden

Seit nunmehr drei Wochen wohne ich in Dresden und bin fasziniert von der Gemütsruhe einer Ostdeutschen Großstadt! Vielleicht bin ich ja etwas verwöhnt von Zuhause, aber ich werde mich schon arrangieren!

1. Arrangement – Der Plattenbau
In Dresden stehen viele günstige Wohnungen zur Verfügung – vor allem „in der Platte“. Nachdem mein Vormieter mir die Küche, Teppichboden und ein frisch gemachtes Bad hinterlassen wollte (für umme‘ natürlich) entschied ich mich spontan Prohlis mein neues Heim nennen zu wollen. Das luxuriöse 20 Quadratmeter Appartement befände sich in Mannheim in „den Barracken“ – hier in Dresden hat man eine nette Nachbarschaft und wird von der „Russenmaffia“ beschützt. Die Platte ist praktisch, verfügt sie doch über einen begrünten Innenhof und zwei nahegelegene Einkaufszentren nebst Aldi.

2. Arrangement – Einkaufen
Man soll es nicht glauben, aber es gibt komischerweise zu viel Auswahl in den Regalen. Wer sich mit Aldi-Nord, Konsum, MAX-BAHR Co. anfreunden kann erlebt eine völlige neue Wahrenwelt. Aber auch die üblichen Verdächtigen haben ein aufgestocktes Sortiment. Nebst der Menge der angebotenen Wahre sticht auch die Größe der Einkaufszentren ins Auge. Man wird vom Gedanken beschlichen, die Ostdeutschen müssten 40 Jahre verpassten Konsums nachholen und bräuchten dafür mindestens drei mal so viel Platz wie der Durchschnittswessi. Wenigstens ist alles billiger =).

3. Arrangement – Sprache
Sächsisch ist in der Urform so wie Schwäbisch – man möchte es nicht hören. Aber wie auch fürs Schwäbische gilt: Ein Akzent wirkt ganz putzig. Zum Glück wird in der urbanen Gegend Dresdens wenig Ursächsisch geredet – und wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, dass „nunu“ oder auch „nene“ „ja“ bedeutet, kann einem fast nichts mehr passieren.

4. Arrangement – Nachtleben
Liebe Dresdener, sofern es einen Dresdener gibt, der sich dies hier durchliest, nennt mir mal ein paar Dinge, die man bei euch nach Sonnenuntergang tun kann. Ein paar Straßen in der Neustadt hab ich schon entdeckt, aber ich glaube ich bräuchte mal einen Tipp. Ein bisschen was für Punks und Rockbegeisterte tat sich mir mit der Alten Chemiefabrik schon auf, aber sonst… arbeite ich auch viel zu viel Nachts.

5. Arrangement – Arbeit
Eigentlich musste ich mich nur mit dem Faktum arrangieren, den Platz von grob geschätzten zehntausend Dingen in Erfahrung zu bringen. Aber wenn man ein bisschen darauf achtet was die lieben Kollegen so treiben (übrigens eine wirklich vorzügliche Kollegenschar habe ich da), dann kann es sogar dazu kommen, dass ich mal nicht im Weg ‚rumstehe und die Innung aufhalte sondern sogar etwas produktiv bin!

6. Arrangement – Kino
Alle Dresdener Multikinos taugen nichts – alle bis auf das „Neue Rundkino“ und der „UfA Kristallpalast“. Merkt euch das! Und wenn ihr mal keinen Mainstreamfilm an der Prager Straße schauen wollt empfehle ich euch die alternative Kinoszene Dresdens, die gut situiert ist. Allen voran empfehle ich hier das Programm der „Schauburg“.

7. Arrangement – Hobbys
Modellbau kann ich hier knicken, aber was das basteln angeht habe ich ja genügend Ausgleich während der Dienstzeit. Ganz begeistert bin ich von Dresden als Motiv, an dem man die Gezeiten des Lebens im auf und ab zwischen den Kulturen, Verwesung und Moderne, Liebe und Hass sowie Tragik und Freude ablichten kann. Da ich keine Kamera habe, weder für DVs noch für Filme oder TIFFs, muss ich mich damit begnügen ins Auge stechende Motive mit der schlechten Handykamera zu sammeln. Eines Tages kann ich dann losziehen und Momente bannen.

8. Arrangement – Freunde
Meine lieben Menschen die ich entweder zuhause zurückgelassen habe oder an andere Kontinente verloren habe kann hier nichts kompensieren, deswegen fahre ich ab und an mal nach Hause auf Besuch. Mal schauen ob ich, als nicht WG-Bewohner, hier irgendwann mal ein paar Menschen näher kennen lerne…

9. Arrangement – Leben für die Kultur
Alleine von dem was ich für meine Arbeit bekomme könnte ich unmöglich leben, deswegen ist es wohl ein FSJ… zu sozial um wahr zu sein, aber zum Glück habe ich dahingehende Avancen uns somit kein Problem mit der Tatsache, dass ich nicht liquide bin.

Ich bin jedenfalls froh darüber, hierhergekommen zu sein =) Dresden 10/11 wird eine ausergewöhnliche Zeit – und dafür lebt man doch.

°^°

Namárië

jonasvontamilistan

Besucht doch mal den Blog dieses jungen Mannes und schaut euch um.

Namárië

Weihnachten – Schnell passé!

Dieses Jahr ist Weihnachten wirklich verdammt fluchs an mir vorbeigehuscht. Warum? ich habe den ganzen vorweihnachtlichen Stress ignoriert und mich nur der Adventszeit besonnen. Außerdem habe ich mal wieder jede Menge Zeit ins Gemütlichsein investiert, sodass alle Lasten abfielen und mir ganz behaglich wurde.

Ich würde jedem empfehlen es mir gleichzutun – beim nächsten Mal.

°^°

Namárië

Riesennetz…

Beängstigend wie schnell das Internet zu wachsen scheint. Beängstigend wie viel Müll in jeder Sekunde dazu kommt. Mit Müll meine ich nun nicht irgendwelche Seiten von Privatleuten oder Firmen. Ich meine Dialerseiten, Fakeseiten und sonstigen Online-Schrott. Davon gibt es bald mehr als es Inhalt gibt und dann ist die schöne Erfindung des Webs gleich einem Serbokroatischen Minenfeld. Da wird man sich wie in der Anfangszeit des Internets wohl auf seine Stammseiten beschränken und nicht mehr so viel herumgoogeln – denn selbst Google liefert viel mehr Müll als früher. Mal sehen, ob Google es schafft, den Müll zu filtern – und zwar effektiv!

Gleichsam nimmt die Fülle der Informationen zu unserer Person im Netz stetig zu. Wir werden gläsern und bei allem Bemühen sich bedeckt zu halten – nun greift selbst der Deutsche Staat unlauter in unsere Privatsphäre ein wo er nur kann. Das Informationszeitalter hat uns also tatsächlich alle Informationen gebracht – aber eben auch leider allen anderen. Wir können alle erreichen – alle können uns erreichen. Alle können alles haben und vergessen leider dabei die Rücksicht. Schade drum, aber so zeigt das Internet als riesiges soziales Experiment die Unfähigkeit aller Menschen zum diszipliniert rücksichtsvollen Umgang miteinander. Andersherum, dass es immer einige geben wird die Unfrieden stiften – und all jene welche sich zum Guten bemühen im Regen stehen.

„Gute Nacht Google“ liefert nun 30.000 Suchergebnisse. „Gute Nacht Internet“ nur 627, mal sehen…

°^° Namárië

Piraten wählen…

Ich möchte keinerlei Wahlwerbung betreiben, es sei einem jeden freigestellt wie er über die kleine Bande von Computer- und Datenfreiheitsrechtlern denkt. (Hinter der noch mehr steckt als nur das!) Ich möchte nur auf diese Partei hinweisen, die von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird und doch eine reale Chance bei der Bundestagswahl 2009 hat. Schaut euch wenigstens einmal das Parteiprogramm an. Von allen anderen wissen wir, dass sie Politik machen können. Lassen wir einmal einer neuen Partei Luft sich zu entwickeln? Nach langen Jahren ohne neue Richtung, wäre das doch einmal eine Möglichkeit.

Bei Ihrer Freiheitsmeinung haben sie meine volle Unterstützung… mein Aufruf zu meinem Geburtstag =).
http://www.piratenpartei.de/

°^° Namárië

Weihnachten kommt früher als man denkt…

Erschreckend, aber seit Montag gibts überall Lebkuchen und Weihnachtsplätzchen. Damit beginnt die besinnliche Zeit wieder zwei Wochen früher als letztes Jahr! Es scheint so, als könnten die Kaufhäuser und Discounter kaum warten ihren noch nicht ganz abgelaufenen Ramsch vom letzten Jahr zu verticken – gerade bei Netto sind bei uns die Auslaufdaten auf den Packungen Anfang Oktober… wie letztes Weihnachten auf den letzten, die man bekommen konnte. Bei Tengelmann genauso. Ich weiß nicht? Ja, irgendwann ist ab August Weihnachten. Für mich mag ich Weihnachten da behalten wo es ist – und werde erst ab dem 1.12 Vorweihnachtlich sein. (Das wird mich nicht daran hindern billige Nikoläuse Schokoriegeln vorzuziehen – ein Schüler muss billig leben!) =)

°^° Namárië

Gute Nacht Google!

Da war ich mal am googlen und hab bemerkt, dass der Satz „Gute Nacht Google!“ noch nicht in Google indiziert wurde… so, damit wurde auch dieses Versäumnis korrigiert.

Und auch ech eine schöne gute Nacht, ich bin grade so gut drauf, ich hoff es geht euch genauso =).
Auf dann…

Namárië
°^°

« Older entries