Archive for Da werden Sie geholfen…

Dresden

Seit nunmehr drei Wochen wohne ich in Dresden und bin fasziniert von der Gemütsruhe einer Ostdeutschen Großstadt! Vielleicht bin ich ja etwas verwöhnt von Zuhause, aber ich werde mich schon arrangieren!

1. Arrangement – Der Plattenbau
In Dresden stehen viele günstige Wohnungen zur Verfügung – vor allem „in der Platte“. Nachdem mein Vormieter mir die Küche, Teppichboden und ein frisch gemachtes Bad hinterlassen wollte (für umme‘ natürlich) entschied ich mich spontan Prohlis mein neues Heim nennen zu wollen. Das luxuriöse 20 Quadratmeter Appartement befände sich in Mannheim in „den Barracken“ – hier in Dresden hat man eine nette Nachbarschaft und wird von der „Russenmaffia“ beschützt. Die Platte ist praktisch, verfügt sie doch über einen begrünten Innenhof und zwei nahegelegene Einkaufszentren nebst Aldi.

2. Arrangement – Einkaufen
Man soll es nicht glauben, aber es gibt komischerweise zu viel Auswahl in den Regalen. Wer sich mit Aldi-Nord, Konsum, MAX-BAHR Co. anfreunden kann erlebt eine völlige neue Wahrenwelt. Aber auch die üblichen Verdächtigen haben ein aufgestocktes Sortiment. Nebst der Menge der angebotenen Wahre sticht auch die Größe der Einkaufszentren ins Auge. Man wird vom Gedanken beschlichen, die Ostdeutschen müssten 40 Jahre verpassten Konsums nachholen und bräuchten dafür mindestens drei mal so viel Platz wie der Durchschnittswessi. Wenigstens ist alles billiger =).

3. Arrangement – Sprache
Sächsisch ist in der Urform so wie Schwäbisch – man möchte es nicht hören. Aber wie auch fürs Schwäbische gilt: Ein Akzent wirkt ganz putzig. Zum Glück wird in der urbanen Gegend Dresdens wenig Ursächsisch geredet – und wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, dass „nunu“ oder auch „nene“ „ja“ bedeutet, kann einem fast nichts mehr passieren.

4. Arrangement – Nachtleben
Liebe Dresdener, sofern es einen Dresdener gibt, der sich dies hier durchliest, nennt mir mal ein paar Dinge, die man bei euch nach Sonnenuntergang tun kann. Ein paar Straßen in der Neustadt hab ich schon entdeckt, aber ich glaube ich bräuchte mal einen Tipp. Ein bisschen was für Punks und Rockbegeisterte tat sich mir mit der Alten Chemiefabrik schon auf, aber sonst… arbeite ich auch viel zu viel Nachts.

5. Arrangement – Arbeit
Eigentlich musste ich mich nur mit dem Faktum arrangieren, den Platz von grob geschätzten zehntausend Dingen in Erfahrung zu bringen. Aber wenn man ein bisschen darauf achtet was die lieben Kollegen so treiben (übrigens eine wirklich vorzügliche Kollegenschar habe ich da), dann kann es sogar dazu kommen, dass ich mal nicht im Weg ‚rumstehe und die Innung aufhalte sondern sogar etwas produktiv bin!

6. Arrangement – Kino
Alle Dresdener Multikinos taugen nichts – alle bis auf das „Neue Rundkino“ und der „UfA Kristallpalast“. Merkt euch das! Und wenn ihr mal keinen Mainstreamfilm an der Prager Straße schauen wollt empfehle ich euch die alternative Kinoszene Dresdens, die gut situiert ist. Allen voran empfehle ich hier das Programm der „Schauburg“.

7. Arrangement – Hobbys
Modellbau kann ich hier knicken, aber was das basteln angeht habe ich ja genügend Ausgleich während der Dienstzeit. Ganz begeistert bin ich von Dresden als Motiv, an dem man die Gezeiten des Lebens im auf und ab zwischen den Kulturen, Verwesung und Moderne, Liebe und Hass sowie Tragik und Freude ablichten kann. Da ich keine Kamera habe, weder für DVs noch für Filme oder TIFFs, muss ich mich damit begnügen ins Auge stechende Motive mit der schlechten Handykamera zu sammeln. Eines Tages kann ich dann losziehen und Momente bannen.

8. Arrangement – Freunde
Meine lieben Menschen die ich entweder zuhause zurückgelassen habe oder an andere Kontinente verloren habe kann hier nichts kompensieren, deswegen fahre ich ab und an mal nach Hause auf Besuch. Mal schauen ob ich, als nicht WG-Bewohner, hier irgendwann mal ein paar Menschen näher kennen lerne…

9. Arrangement – Leben für die Kultur
Alleine von dem was ich für meine Arbeit bekomme könnte ich unmöglich leben, deswegen ist es wohl ein FSJ… zu sozial um wahr zu sein, aber zum Glück habe ich dahingehende Avancen uns somit kein Problem mit der Tatsache, dass ich nicht liquide bin.

Ich bin jedenfalls froh darüber, hierhergekommen zu sein =) Dresden 10/11 wird eine ausergewöhnliche Zeit – und dafür lebt man doch.

°^°

Namárië

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Weihnachten – Schnell passé!

Dieses Jahr ist Weihnachten wirklich verdammt fluchs an mir vorbeigehuscht. Warum? ich habe den ganzen vorweihnachtlichen Stress ignoriert und mich nur der Adventszeit besonnen. Außerdem habe ich mal wieder jede Menge Zeit ins Gemütlichsein investiert, sodass alle Lasten abfielen und mir ganz behaglich wurde.

Ich würde jedem empfehlen es mir gleichzutun – beim nächsten Mal.

°^°

Namárië

Piraten wählen…

Ich möchte keinerlei Wahlwerbung betreiben, es sei einem jeden freigestellt wie er über die kleine Bande von Computer- und Datenfreiheitsrechtlern denkt. (Hinter der noch mehr steckt als nur das!) Ich möchte nur auf diese Partei hinweisen, die von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird und doch eine reale Chance bei der Bundestagswahl 2009 hat. Schaut euch wenigstens einmal das Parteiprogramm an. Von allen anderen wissen wir, dass sie Politik machen können. Lassen wir einmal einer neuen Partei Luft sich zu entwickeln? Nach langen Jahren ohne neue Richtung, wäre das doch einmal eine Möglichkeit.

Bei Ihrer Freiheitsmeinung haben sie meine volle Unterstützung… mein Aufruf zu meinem Geburtstag =).
http://www.piratenpartei.de/

°^° Namárië

Flugzeug

Nachtrag, Original erstellt 2:49, 100.400m üNN irgendwo über Nordspanien oder dem Atlantik vor Frankreich in der B753 DE7595, doch eine Condor Machine…

Wir sind tatsächlich um 1:30 gestartet, kommen zur Öffnung von Frankfurt um 4:00 pünktlich an und nun zieht das dunkle Europa unter uns vorüber.
Ein paar Wolken dümpeln da unten auf 5.00m auch rum… Und vor allem mit ziemlicher Geschwindigkeit vorbei… 950 oder so… Warum ich schreibe? – Na, so ziemlich das ganze Flugzeug pennt. Was soll man denn machen, der Film ist gerade noch erträglich aber das Essen liegt schon hinter mir…

Und wieder ein paar helle Flecken – Nicht übern Atlantik – Schade…

Ich glaube ich schaue doch ein wenig Film und warte auf den Sonnenaufgang, das werden nette 48h Wachsein.

°^° Namárië

Andalucía

Nachtrag, Original erstellt in Nerja, Malaga, Andalucia, Spanien am 15.8.08 und 8:51 Uhr.
Andalucía… Das bedeutet ein Urlaub in sehr warmen bis heißen Breiten mit benötigtem Sonnenschutzfaktor 30 und höher.

10 Tage kann man es da schon mal aushalten, über die Zeit helfen einem der Besuch von Alhambra, Cueva de Nerja, Marbella, dem kleinen Stück Vereinigtem Königreich namens Gibraltar, ein Stadtfest in Malaga und eine Fährfahrt nach Tanger.

Vor allem letzteres ist interessant, und wenn man erst mal da ist, gar nicht mal so teuer. Landeswährung ist der Diham, 10D entsprechen so ca. einem Euro und ein Fladenbrot ist für einen Diham zu haben…

Weiterhin kann man natürlich viel in der Sonne liegen, wovon aber Dank dadurch erhöhtem Hautkrebsrisiko abzuraten ist. Viel besser ist es sich in den Schatten zu legen, am Strand wo sich hunderte verschwitzte Deutsche, Engländer und Spanier um die besten Liegen brügeln ist es sowieso besser eine Bank unter irgendeinem Gewüchs zu beziehen…
Und zu lesen!!!
Glaubt mir, so viel Zeit hat man nie wieder dazu, es eignen sich übrigens Bücher über Reisen und Abenteuer ganz besonders gut. Die Vermessung der Welt von Kehlmann zum Beispiel.

Braun wird man außerdem im Schatten genausogut… Viel Spaß im schattigen Andalusien, falls es mal euer Reiseziehl wird.

°^° Namárië

Erneuerbare Energien

Mit Arbeit muss man sich abfinden, oder?
Mir ist das jetzt zuviel drüber nachzudenken!

Eine Erkenntnis: Möh!

°^° Namárië

Schlecht drauf?

Manchmal lassen einen manche Menschen manch gedankenbringendes erdenken. 😉

Da sitzt man friedlich vor sich hin und denkt an nichts böses, den ganzen tag schon, da kommt plötzlich jemand via ICQ und fragt nachdem man 2 bis maximal 3 Sätze gewechselt hat diese Frage.
Oder macht sogar die Feststellung!

Und dann merkt man es… es stimmt, man sitzt den ganzen Tag da, verbittert über Dinge von denen man nicht wusste, dass sie so auf einen wirken.
Sind evtl. auch ein paar Tatsachen dabei, die einem nicht gefallen.
Für solche Fälle gibt es zwei Lösungen, die eine verrate ich an dieser Stelle nicht 😉 – die andere: „Ich geh mal raus…“.

Wäre dann natürlich noch schön wenn draußen gescheites Wetter ist und man ein einigermaßen gutes Buch zur Hand hat.
Beides ist der Fall…

°^° Namárië

Apologize

Entschuldigen

Ich halte mich an deinem Seil fest,
hast mich zehn Fuß über dem Boden
Und ich höre, was du sagst,
doch ich kann einfach keinen Ton von mir geben
Du sagst mir, dass du mich brauchst,
doch dann gehst du hin und machst mich fertig.
Aber warte,
du sagst mir, dass es dir leid tut
Glaubst nicht, ich würde mich umdrehn‘ und sagen…

dass es zu spät ist, um sich zu entschuldigen, es ist zu spät
Ich sagte, es ist zu spät, um sich zu entschuldigen, es ist zu spät

Ich würde eine weitere Chance annehmen, einen Fall in Kauf nehmen, einen Schuss für dich auffangen
Und ich brauche dich, wie ein Herz einen Rhythmus braucht
(Aber das ist nichts neues)
Yeah, yeah

Ich liebte dich so brennend, doch jetzt wird es schwächer
Und du sagst
Entschuldigung wie der Engel, von dem der Himmel mich glauben ließt, es wärst du

Aber ich befürchte

es ist zu spät, um sich zu entschuldigen, es ist zu spät
Ich sagte, es ist zu spät, um sich zu entschuldigen, es ist zu spät
Ich sagte, es ist zu spät, um sich zu entschuldigen, yeah, yeah
Ich sagte, es ist zu spät, um sich zu entschuldigen, yeah

Ich halte mich an deinem Seil fest,
hast mich Zehn Fuß über dem Boden

°^° Namárië

Nucleus Accumbens & Octopamin

Hübsch nicht, die beiden Dinger da oben, ach, ich sag euch einfach was das ist: Nucleus Accumbens ist das Belohnungszentrum im Gehirn, wie ich drauf komme?
Nun, es gibt wirklich viel Werbung auf der Welt, und Werbung will Erfolg haben, was mich daran nervt: mir begegnen auf der Straße, im Fernsehen, in Zeitschriften, Zeitungen, Flyern, auf sonstigen Werbeflächen und unlängst auf allen möglichen Verpackungen halbnackte Frauen und Männer, wobei mehr Frauen sowie grelle Logos und dumme Sprüche.
Und nun wurde bewiesen, dass zum einen Markennamen alleine schon dafür sorgen, dass wir Produkte eher mögen und kaufen – und um eine Marke bekannt zu machen braucht man die oben aufgezählten Undinge.

Also, man hatte Probanten erst neutral in zwei identischen Gläsern Brause serviert, das Noname Produkt schnitt besser ab als es um die Geschmacksfrage ging, später reichte man den Menschen die gleichen Brausen, diesmal konnte man aber Marken zuordnen, die Marke war nun besser, ja, man könnte sagen, dass wusste mans chon vorher, aber es wurde diesmal einwandfrei gemessen, dass das Belohnungszentrum im Hirn aktiver ist, wenn es den Markennamen „sieht“.

Warum ich das schreibe? – Weil ich mich aufrege, dadurch bestätigt wird die Werbesituation nun noch mehr auf die primitivsten Triebe anspringen… uff…
Ach noch etwas: weil das Belohnungszentrum eben dieses „Gedächtnis“ hat, kann man abhängig werden, also von Drogen usw…

Und dann zum Zweiten: Octopamin. 😀
Das Zeug ist was ganz witziges: es blockt die Rezeptoren für die Steuerung der bewussten Bewegung, sehr vereinfacht gesprochen^^ – es gibt eine Insektenart, welche dieses Gift verabreicht und das Opfer dann als sprichwörtlichen Zombie mit zur Futterkrippe der eigenen Larven nimmt…
Endlich eine Möglichkeit Zombies zu basteln…

°^° Namárië

Kameraden und so..

“Der kleine aber feine Unterschied” – So hätte ich das hier auch nennen können.

Worin? – Na darin:

Kameradschaft, Freundschaft, Bekanntschaft… worin liegt da der Unterschied?
Ich will es mal versuchen: Kameraden sehen sich ständig, allerdings nicht aus freien Stücken, nein, sie werden mehr oder weniger zusammengewürfelt, können keinen Einfluss auf ihr Zusammenkommen nehmen.
Soldaten sind Kameraden, Schüler einer Klasse auch, man kennt sich bestens oder eben weniger gut, man setzt Vertrauen ineinander und weiß um verschiedene persönliche Eigenarten der Anderen und wenn es gut läuft, unternimmt man auch außerhalb der gezwungenen Umgebung etwas miteinander, weil man sich zwangsläufig sympathisch ist.

Bekanntschaften erwachsen meistens aus den Kameradschaften, man ist eben miteinander bekannt, hält aus Höflichkeit in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Treffen ab und wahrt doch eine gewisse Distanz – obwohl man doch sehr viel vom Anderen weiß!
Bekanntschaften bergen allerdings die Gefahr, dass sie leicht ermüden, falls das gegenseitige Interesse schwindet oder sich auf andere Dinge konzentriert wird…

Die Freundschaft – heute ja ein leider allzu weit ausgedehnter Begriff – ist das verschärfte Bekanntschafts- oder Kameradschaftsmodell, Freundschaften mögen zwar unkontinuierlich sein, doch überdauern sie eine sehr lange Zeit, sind also stet!
Als Freund ist man für den Anderen da, weiß eine Menge vom anderen und teilt mit demjenigen auch selbst Freud und Leid…
Normalerweise kann man keinen Einfluss darauf nehmen, ob aus bloßem Kennen eine Freundschaft wird – obwohl alles an einem selbst und dem eigenen Verhalten liegt – über die Zeit sieht man ob es passt, und wenn es das einmal tut kann es Ewigkeiten währen als selbstverständlich angenommen.
So, das dazu… ich dachte ich schreibe mal das auf, was mir durch den Kopf geht, oder wie in diesem Falle von anderen angestoßen wurde =)

Ein Gedanke zu Schluss: Liebe lässt sich nicht erklären!!!

Danke fürs korrigieren Maria 🙂

Namárië